Statt “Blauem Ozean” lieber “Build to Last”

Heute besuchte ich den Düsseldorfer VC-Stammtisch, wo Hans Jürgen Ruhland, Geschäftsführer The Nice Company, einen Vortrag über den Inhalt des Buches Der blaue Ozean als Strategie hielt. Der Inhalt kurz zusammengefasst: Statt der "beste" in bestehenden Märkten zu sein (roter Ozean) ist es einfacher, neue Märkte zu erschließen (blauer Ozean).

Der Vortrag begann damit uns zu erzählen, dass die Ideen von Michael Porter und Bücher wie Build to Last nichts taugen, unter anderem, weil sie die Ergebnisse nicht statistisch nachweisen. Absoluter Schwachsinn! Build to Last, zum Beispiel, ist voller Statistiken, die in sehr anschaulicher Weise die Ergebnisse nachweisen.

Weiterhin ist die Idee, nicht nur in bestehenden Märkten zu konkurrieren, sondern neue zu erschließen, nicht neu. Sowohl Porter beschäftigt sich damit und Build to Last beschreibt Firmen in beiden Ozeanen. Eine Firma wie Sony fing im roten Ozean an, um dann in den blauen zu wechseln. Alles nicht neu.

Der Vortrag zeigte eine Firmenstrategie, ohne sie in den Kontext der Firmenidentität (Mission, Vision) zu setzten. Das kann ein nützliches Werkzeug sein, ist aber mit Sicherheit nichts, mit dem man Porter & Co ersetzt. Mein Rat: Lieber "Build to Last" noch einmal lesen.

Chandler closes down

Mich Karpor, creator of Lotus 1-2-3 and founder of OSAF finally pulled out the Chandler project, an open source development of a new Personal Information Manager, after six years.  The project made some headlines when it started and recently again after the publishing of the book Dreaming in Code.

I saw Kapor once at MIT, where he gave a guest lecture, and I value his enthusiasm.  It’s a shame the project folded.

The case for Video Piracy

Now here is an interesting article defending video piracy, from Intelligent Life, a sister-magazine of The Economist.  It’s a case study of the movie The Man from Earth, an independent movie shot on a budget of $200k.  The illegal copying of the movie boosted it to 5th place on IMDB, thereby significantly increasing sales revenues.  The producer Eric Wilkinson thanked the community for the illegal copying and managed to raise additional funds via PayPal.

It’s nice to see that somebody influencial accepts the fact that the traditional business model of the film and music industry is antiquated and eventually has to change.  Whether Hollywood is going to embrace this approach is to be seen.

Düsseldorf JUG ist jetzt RheinJUG

Die Düsseldorfer Java User Group hat jetzt einen neuen Namen und ein neues zu Hause. Dank der großzügigen Unterstützung von djinn.it haben wir ein professionelles Logo und einen entsprechenden Auftritt bekommen, ab jetzt unter rheinjug.de! Ein herzliches Dank an Heiko Sippel.

Bloat!

Interesting commentary over at InfoQ in regard to keeping the line-of-code count low.  It’s based on a  Steve Yegge post in regard to his 500-LoC-Game that he now considers unmanagable.

I disagree with his idea that fewer LoCes are preferrable to Design Patterns – at least, this statement cannot be generalized.  But I agree with the basic idea.

I actually see the problem he addresses as much in Knowledge Management as in Programming.  Many businesses have huge problems organizing their knowledge, and the data in question is mainly unstructured.  Something to think about…

Treffen mit James Gosling

"It’s just a Bag of Code"

Bezeichnung von Android und die Antwort auf die Frage, wie die strategische Zusammenarbeit zwischen Google und Sun aussieht. Überhaupt war die Antwort recht zynisch. Laut James haben Google und Sun seit zwei Jahren miteinander gesprochen, aber jedes Geschäftsmodell von Google beinhaltete eine Übernahme von Sun’s Kunden. Er bezeichnete Google abfällig als "advertising agency".

"It involves other people’s patent lawyers"

Antwort auf die Frage, warum Sun mit JAM das Rad neu erfindet, statt auf OSGI zuzugreifen.

"Powerpoint has a broken Workflow"

Kommentar zum Thema OpenOffice vs. Microsoft Office. Sun wurde kritisiert, die OpenOffice-Plattform zu vernachlässigen.

"Linux on Phones is a Device Driver Framework"

Antwort auf die Frage, ob es ein Java-Betriebssystem geben wird. James antwortete, dass es zum einen solche Ansätze schon gegeben hat. Er sieht da aber kein großes Potential, weil der Aufwand, Treiber zu programmieren, einfach viel zu groß ist. Die eigentliche Frage ist, wie viel von dem unterliegenden Betriebssystem noch für den Nutzer sichtbar ist – und bei Linux auf Handys wird das so gut wie gar nicht sein.

"Vista crippled OpenGL"

Das sind keine Neuigkeiten aber der Grund, warum Java 7 unter Vista so langsam ist. Auch bei Apple ist das Problem ein ähnliches, da es dort eine eigene OpenGL Implementation gibt, die Sun Schwierigkeiten macht. Da viele Teile von Apples Graphics-Subsystem proprietär sind, muss Sun auf Apple warten und kann die Arbeit der Anpassung nicht selbst machen.

"I don’t know how to answer politely"

Antwort auf die Frage, ob Swing und SWT komplementär sind oder konkurrieren. Laut James war IBM an der Entwicklung von Swing beteiligt, machte dann aber plötzlich eine 180-Grad-Wendung und erschien mit SWT. Laut James haben AWT und SWT die selbe, schlechte Architektur (was ich bezweifle, aber mal nachforschen werde). Die Konsequenz: SWT läuft gut unter Windows und überall sonst ziemlich schlecht. Laut James hat SWT genau die selben Probleme wie AWT. Nun ja, was Performance betrifft, ist das sicher nicht der Fall.

"You have given us not having to learn Visual Basic"

Danksagung eines Teilnehmers an James.

Global Warming und die Worte und Taten in der Politik

Immer wieder werden die Bürger aufgefordert, ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen um Global Warming zu verhindern. Und während die Politiker den moralischen Zeigefinger erheben, lassen die CO2-Generierung in einem ganz anderen Maßstab zu:

"Germany, for example, is making it easier to build new coal plants by granting them free emissions permits, even though it aims to reduce emissions to 40% below the 1990 level by 2020. Enel hopes to persuade the governments of Bulgaria and Romania to do the same. In America, the most prominent proposals for regulations to reduce emissions all involve generous hand-outs to the coal industry. For a supposedly dying breed, advocates of coal-fired generation still seem to have plenty of clout with Europe’s and America’s politicians."